For a New Dimension of Health Care
English Italiano Russki Deutsch

Statuten

des Vereines EURAMA-European Ayurveda Medical Association
(Europäische Ayurveda Ärzte-Gesellschaft)

PRÄAMBEL

Ayurveda, das „Wissen vom Leben“, ist das traditionelle Medizin- und Gesundheitssystem des indischen Subkontinents, das durch einzigartige Methoden zur Erlangung von körperlicher, geistiger und spiritueller Gesundheit und Wohlergehen charakterisiert ist. Sein überliefertes Ziel ist „Erhaltung der Gesundheit bei Gesunden und Heilung von Krankheit bei Leidenden“ (Prävention und Therapie). Ayurveda wurde ohne Unterbrechung von der Vedischen Zivilisation Indiens in die Gegenwart unter Erhaltung der ursprünglichen Vedischen Texte als Quelle und Referenz überliefert. EURAMA respektiert und erhält diese Tradition vollständig.

Ayurveda hat vor ca. 2000 Jahren die Medizinsysteme der damals bekannten Welt wesentlich beeinflusst. In der jüngeren Vergangenheit war seine Anwendung jedoch vorwiegend auf Indien beschränkt. Seit den 1980iger Jahren hat sich Ayurveda sehr schnell weltweit verbreitet und ist heute in vielen Ländern ein allgemein bekannter Begriff.

Traditionell liegt die Anwendung von ayurvedischen Diagnose- und Therapiemethoden in den Händen von sehr gut ausgebildeten Ärzten („Vaidyas“, Wissenden der Wahrheit).

Es ist das Ziel von EURAMA, Ayurveda in Europa als ganzheitliches Medizinsystem, einschließlich all seiner diagnostischen und therapeutischen Methoden und der Anwendung seiner Pharmakopoe, zu etablieren, das von Ärzten und Vaidyas zur Erhaltung oder Wiedererlangung der Gesundheit ihrer Patienten angewendet wird. Dies gilt besonders für die eher invasiven Anwendungen des Ayurveda z. B. bei Panchakarma Reinigungstherapien.

Für Europa sehen wir die Anwendung von Ayurveda als „Komplementär- und Alternativmedizin“ (CAM) gemeinsam mit der modernen Medizin und wissenschaftlicher Forschung, besonders in Bereichen, in denen die moderne Medizin unsere Erwartungen bezüglich Sicherheit und Wirksamkeit nicht erfüllt (in der Prävention und in der Behandlung chronischer Krankheiten).

EURAMA wird dazu beitragen, die sichere und legale Anwendung von Ayurveda in allen Ländern Europas zu schaffen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird EURAMA vor allem zur wissenschaftlichen Erforschung von Ayurveda und zur beruflichen Aus- und Fortbildung von Ärzten und medizinischem Personal in Theorie und klinischer Praxis des Ayurveda beitragen.

Wir sind davon überzeugt, dass der Ayurveda durch diese Aktivitäten den Platz in den Medizinsystemen Europas bekommt, den er verdient. EURAMA lädt alle Ärzte, Vaidyas und Wissenschaftler ein, unabhängig von ihrer Denkschule und Ausbildung innerhalb des Ayurveda, an diesem großen Vorhaben teilzunehmen.

Dementsprechend beschließen die Gründer dieses Vereines nachstehende

STATUTEN

1. Name, Sitz und Tätigkeitsbereich des Vereins

1.1. Der Verein führt den Namen EURAMA-European Ayurveda Medical Association –
Europäische Ayurveda Ärzte-Gesellschaft.
1.2. Der Verein hat seinen Sitz in Leystr. 8/7/62, 1200 Wien, Österreich.
1.3. Der Verein erstreckt seine Tätigkeit auf ganz Europa, kann aber auch mit Ayurveda-Ärzten, Vaidyas und Gesellschaften in nicht-europäischen Ländern Kooperationen eingehen.

2. Zweck des Vereins

Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne der Bestimmungen der §§ 34 bis 37 BAO (Bundes-Abgaben-Ordnung) und ist seine Tätigkeit daher nicht auf Gewinn gerichtet. Er bezweckt die Förderung von Ayurveda, Ayurvedaärzten und Vaidyas, deren Meinungsaustausch und die Forschung im Bereich von Ayurveda. Er bezweckt weiters die Vertretung der Interessen der Ayurvedaärzte vor der Europäischen Union, nationalen Regierungen, sowie Regierungen anderer Gebietskörperschaften, aber auch vor Nichtregierungsorganisationen.

Die Ziele sind im einzelnen:
1) Förderung der Integration von Ayurveda im europäischen Gesundheitssystem,
2) Entfaltung des vollen Potentials des Arztes und Unterstützung in seiner Ausbildung in Ayurvedamedizin,
3) Förderung und Durchführung von Forschungsvorhaben im Bereich des Ayurveda, Fundraising für Ayurveda Forschungsprojekte und Vergabe von Forschungsstipendien
4) Aufbau einer ayurvedischen Fachbibliothek und einer elektronischen Datenbank mit ayurvedischer Fachinformation
5) Ausbildung im Ayurveda in jeder Form und Bereitstellung von Lehrmitteln,
6) Einleitung notwendiger Schritte um ayurvedische Präparate und Therapieformen verfügbar zu machen,
7) Förderung internationaler Dialog- und Austauschprogramme insbesondere mit Ayurvedischen Gelehrten und Ärzten (Vaidyas) aus Indien,
8) Schaffung eines Expertenforums zur Unterstützung europäischer Ayurvedaärzte in Sachfragen
9) Herstellung von interdisziplinären Bezügen zwischen Ayurveda, traditionellen europäischen Therapieformen, und der modernen Medizin,
10) Verdeutlichung der Rolle von Bewusstsein für das Verständnis von Gesundheit,
11) die Durchführung von Öffentlichkeitsarbeit, Beratung von Berufsorganisationen, Behörden, Krankenversicherungen und Industrie im Bereich Ayurveda,
12) Kooperationen mit anderen Vereinigungen und Universitäten weltweit, die sich mit der wissenschaftlich fundierten Erforschung und Verbreitung des Ayurveda befassen.

3. Tätigkeiten und Art der Aufbringung finanzieller Mittel, die zur Verwirklichung des Vereinszweckes vorgesehen sind:

3.1. Der Vereinszweck soll durch folgende ideelle Tätigkeiten verwirklicht werden:
• Versammlungen und wissenschaftliche Symposien
• wissenschaftliche Forschungen
• Aus-, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen
• Herausgabe von Publikationen und Öffentlichkeitsarbeiten
• Vorträge
• Lobbying
• Vertretung einzelner Vereinsmitglieder vor Gerichts- und Verwaltungsbehörden im Zusammenhang mit der Durchsetzung des Vereinszweckes

3.2. Die zur Verwirklichung des Vereinszweckes erforderlichen finanziellen Mittel werden aufgebracht durch:
• Beitrittsgebühren
• Mitgliedsbeiträge
• Spenden
• Sonstige Zuwendungen
• Erträge aus Aktivitäten im Sinne des Vereinszweckes

4. Errichtung und Geschäftsjahr

4.1. Die Errichtung des Vereines erfolgt am 26.10.2008 durch die Versammlung der Gründer des Vereines und Unterfertigung der Vereinsstatuten. Die Errichtung des Vereines ist durch die in der Versammlung der Gründer bestellten Organe des Vereines unverzüglich beim Vereinsregister zur Eintragung anzumelden.
4.2. Das Geschäftsjahr des Vereines ist gleich dem Kalenderjahr.

5. Arten der Mitgliedschaft

Die Mitglieder des Vereins gliedern sich in:
• ordentliche Mitglieder, die sich voll an der Vereinsarbeit beteiligen,
• Fördermitglieder, die den Verein finanziell oder ideell unterstützen,
• Ehrenmitglieder.

6. Erwerb der Mitgliedschaft

6.1. Ordentliche Mitglieder des Vereins können werden:
• alle physischen Personen, die in einem europäischen Land zur Ausübung des Arztberufes berechtigt sind oder dazu in Ausbildung stehen,
• alle physischen Personen, die in Indien oder einem anderen Land zur Ausübung des Berufes als Ayurvedaarzt (BAMS oder Dr. ayur.) berechtigt sind oder dazu in Ausbildung stehen,
• alle physischen Personen, die in einem europäischen Land nach den jeweiligen Bestimmungen dieses Landes als Pharmazeuten, Veterinärmediziner oder Wissenschaftler anderer Disziplinen tätig sind, die sich mit dem Thema Ayurveda beschäftigen oder zur Ausübung dieses Berufes in Ausbildung sind.
6.2. Fördermitglieder können alle physischen oder juristischen Personen oder rechtsfähige Personengesellschaften sein, die die Interessen von Ayurveda oder Ayurvedaärzten vertreten.
6.3. Ehrenmitglieder können alle physischen Personen werden, denen von der Generalversammlung die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt wird.
6.4. Über die Aufnahme von ordentlichen und fördernden Mitgliedern entscheidet der Vorstand endgültig. Die Aufnahme kann ohne Angabe von Gründen verweigert werden. Die ordentliche Mitgliedschaft wird erst mit schriftlicher Bestätigung durch den Vorstand und Bezahlung der Beitrittsgebühren/des Mitgliedsbeitrages wirksam.

7. Beendigung der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt durch Tod – bei juristischen Personen und rechtsfähigen Personen-gesellschaften durch Verlust der Rechtspersönlichkeit -, durch freiwilligen Austritt, durch Streichung und durch Ausschluss.

7.1. Der freiwillige Austritt kann jederzeit erfolgen; er muss jedoch dem Vorstand schriftlich mitgeteilt werden und wird mit dem Tag der Postaufgabe der Mitteilung wirksam. Er entbindet nicht von der Erfüllung der bis zum Austrittszeitpunkt entstandenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein.
7.2. Die Streichung eines Mitgliedes muss der Vorstand vornehmen, wenn dieses trotz zweimaliger Mahnung länger als ein Jahr mit der Zahlung der Mitgliedsbeiträge im Rückstand ist. Die Streichung entbindet nicht von der Erfüllung der bis zum Streichungszeitpunkt entstandenen Verbindlichkeiten gegenüber dem Verein.
7.3. Der Ausschluss eines Mitgliedes aus dem Verein kann vom Vorstand wegen grober Verletzung der Mitgliedspflichten und wegen unehrenhaften Verhaltens verfügt werden. Gegen den Ausschluss ist jedoch binnen zwei Wochen nach Erhalt der Entscheidung des Vorstandes die Berufung an die Generalversammlung zulässig. Bis zur Entscheidung der Generalversammlung ruhen die Mitgliedsrechte und Mitgliedspflichten.

8. Rechte und Pflichten der Mitglieder

8.1. Die Mitglieder sind berechtigt, an allen Veranstaltungen des Vereins teilzunehmen und die Einrichtungen des Vereins zu beanspruchen. Das Stimmrecht in der Generalversammlung, sowie das aktive und das passive Wahlrecht stehen allen ordentlichen Mitgliedern zu.
8.2. Die Mitglieder sind verpflichtet, die Interessen des Vereins nach Kräften zu fördern und alles zu unterlassen, wodurch das Ansehen und der Zweck des Vereins leiden könnten. Sie müssen die Vereinsstatuten und die Beschlüsse der Vereinsorgane beachten. Sie sind zur pünktlichen Zahlung der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge in der von der Generalversammlung beschlossenen Höhe verpflichtet. Die Ehrenmitglieder sind von der Pflicht zur Entrichtung von Beiträgen befreit.
8.3. Die Mitgliedsbeiträge der ordentlichen Mitglieder sind bis längstens 31.03. eines jeden Kalenderjahres zur Zahlung fällig.
8.4. Der Vorstand ist berechtigt, für einzelne ordentliche Mitglieder die Mitgliedsbeiträge herabzusetzen, wenn diese bereits bei anderen mit EURAMA kooperierenden Ayurvedagesellschaften, Verbänden oder Vereinen als aktive Mitglieder tätig sind, oder aber wenn es deren wirtschaftliche Situation erfordert.

9. Vereinsorgane

Organe des Vereins sind:
• die Generalversammlung (Punkte 10. und 11.),
• der Vorstand (Punkte 12. bis 14.),
• die Rechnungsprüfer (Punkt 15.),
• das Schiedsgericht (Punkt 16.),
• wissenschaftlicher Beirat (Punkt 17.), und
• Arbeitskreise (Punkt 18.).

10. Generalversammlung

10.1. Eine ordentliche Generalversammlung findet einmal jährlich statt.
10.2. Eine außerordentliche Generalversammlung ist
• auf Beschluss des Vorstandes,
• auf Beschluss der ordentlichen Generalversammlung,
• auf schriftlichen Antrag von mindestens einem Zehntel der ordentlichen Mitglieder, oder
• auf Verlangen der Rechnungsprüfer,
einzuberufen. Die außerordentliche Generalversammlung muss binnen eines Monats nach Beschlussfassung bzw. Einlangen des Antrages (Verlangens) auf Einberufung stattfinden.
10.3. Sowohl zu den ordentlichen als auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen muss der Vorstand alle Mitglieder mindestens 2 Wochen vor dem Termin unter Angabe der Tagesordnung schriftlich oder an die bekannt gegebene Faxnummer oder email-Adresse einladen.
10.4. Anträge zur Tagesordnung müssen mindestens 24 Stunden vor dem Termin der Generalversammlung schriftlich, mittels Telefax oder email beim Vorstand eingebracht werden.
10.5. Gültige Beschlüsse – ausgenommen solche über Einberufung einer außerordentlichen Generalversammlung – können nur zu Tagesordnungspunkten gefasst werden.
10.6. Zur Teilnahme an der Generalversammlung sind alle Mitglieder berechtigt. Das aktive und das passive Wahlrecht richtet sich nach Punkt 8. der Statuten. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme. Im Falle seiner Verhinderung kann jedes ordentliche Vereinsmitglied ein anderes Vereinsmitglied mit einer schriftlichen Vollmacht zur Stimmabgabe ermächtigen, wobei jedes Vereinsmitglied nicht mehr als eine weitere Stimmrechtsvollmacht ausüben darf. Die Generalversammlung ist bei statutengemäßer Einberufung ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlussfähig.
10.7. Für Wahlen und Beschlüsse in der Generalversammlung ist in der Regel die einfache Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen erforderlich. Eine qualifizierte Mehrheit von zwei Dritteln der abgegebenen gültigen Stimmen ist für Beschlüsse, mit denen die Statuten des Vereins geändert, der Verein aufgelöst oder der gesamte, oder einzelne Vorstandsmitglieder vorzeitig abberufen werden sollen, erforderlich.
10.8. Den Vorsitz in der Generalversammlung führt der/die Präsident/Präsidentin, in dessen/deren Verhinderungsfalle sein/ihr Stellvertreter. Wenn auch dieser/diese verhindert ist, so führt das an Jahren älteste anwesende Vorstandsmitglied den Vorsitz.

11. Aufgabenkreis der Generalversammlung

Der Generalversammlung sind folgende Aufgaben vorbehalten:
a) Entgegennahme und Genehmigung des Rechenschaftsberichtes der Rechnungsprüfer und des Rechnungsabschlusses
b) Beschlussfassung über den Voranschlag
c) Wahl und Enthebung der Mitglieder des Vorstandes und der Rechnungsprüfer
d) Genehmigung von Rechtsgeschäften zwischen den Rechnungsprüfern und dem Verein
e) Entlastung des Vorstandes
f) Festsetzung der Höhe der Beitrittsgebühr und der Mitgliedsbeiträge
g) Verleihung und Aberkennung der Ehrenmitgliedschaft
h) Entscheidung über Berufungen gegen Ausschlüsse von Vereinsmitgliedern
i) Beschlussfassung über Statutenänderungen und die freiwillige Auflösung des Vereins
j) Beratung und Beschlussfassung über sonstige auf der Tagesordnung stehende Themen.

12. Der Vorstand

12.1. Der Vorstand besteht aus mindestens fünf, höchstens jedoch fünfzehn Mitgliedern, nämlich:
a) dem/der PräsidentenIn
b) dem/der Präsidenten-StellvertreterIn
c) dem/der SchriftführerIn
d) dem/der Schriftführer-StellvertreterIn
e) dem/der KassierIn
f) den weiteren Vorstandsmitgliedern.
12.2. Er wird von der Generalversammlung auf die Dauer von 3 Jahren gewählt. Zu seinen Mitgliedern dürfen nur ordentliche Vereinsmitglieder gewählt werden. Die Wiederwahl ist zulässig. Die Funktionsperiode des Vorstandes dauert jedenfalls bis zur Wahl des neuen Vorstandes.
12.3. Der Vorstand hat das Recht, bei Ausscheiden eines Vorstandsmitgliedes an seine Stelle für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes ein anderes wählbares Vereinsmitglied in den Vorstand zu kooptieren, wozu die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen im Vorstand erforderlich ist und die nachträgliche Genehmigung in der nächstfolgenden Generalversammlung einzuholen ist.
12.4. Die Sitzungen des Vorstandes werden vom Präsident/von der Präsidentin, in dessen/deren Verhinderung von seinem/seiner bzw. ihrer/ihrem StellvertreterIn, schriftlich, per Fax oder per e-mail einberufen. Ist auch dieser/diese auf unvorhersehbar lange Zeit verhindert, darf jedes sonstige Vorstandsmitglied zu Vorstandssitzungen einberufen.
12.5. Die Sitzungen des Vorstandes finden durch physisches Zusammentreffen der Vorstandsmit-glieder oder via Telekommunikation in Form von Telefon- oder Videokonferenzen statt.
12.6. Über die in den Vorstandssitzungen gefassten Beschlüsse ist unmittelbar ein Protokoll zu errichten und binnen 48 Stunden nach Beendigung der Vorstandssitzung an alle Vorstandsmitglieder im elektronischen Wege zu übermitteln. Dieses Protokoll und somit die Beschlüsse gelten als genehmigt, wenn nicht binnen weiterer 48 Stunden beim Leiter der Vorstandssitzung dagegen schriftlich, per Fax oder per e-mail Einspruch erhoben wird.
12.7. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle seine Mitglieder eingeladen wurden und mindestens die Hälfte aller Vorstandsmitglieder an der Sitzung teilnehmen.
12.8. Die Beschlussfassung im Umlaufwege ist dann möglich, wenn kein Vorstandsmitglied dieser Art der Beschlussfassung widerspricht.
12.9. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden/der Vorsitzenden den Ausschlag.
12.10. Der/die PräsidentIn führt den Vorsitz in der Vorstandssitzung, im Falle seiner/ihrer Verhinderung sein/ihr Stellvertreter. Ist auch dieser/diese verhindert, obliegt der Vorsitz dem an Jahren ältesten teilnehmenden Vorstandsmitglied.
12.11. Außer durch Tod und Ablauf der Funktionsperiode (12.2.) erlischt die Funktion eines Vorstandsmitglieds durch Enthebung (12.12.) und Rücktritt (12.13.).
12.12. Die Generalversammlung kann jederzeit mit 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen den gesamten Vorstand oder einzelne Mitglieder des Vorstandes ihrer Funktion entheben. Die Generalversammlung kann beschließen, dass die Enthebung sofort oder mit Bestellung des neuen Vorstands bzw. Vorstandsmitglieds in Kraft tritt.
12.13. Vorstandsmitglieder können jederzeit ihren schriftlichen Rücktritt erklären. Die Rücktrittserklärung einzelner Vorstandsmitglieder ist an den Vorstand, der Rücktritt des gesamten Vorstandes an die Generalversammlung zu richten. Der Rücktritt wird erst mit der Wahl bzw. Kooptierung (12.3.) eines Nachfolgers wirksam.
12.14. Der Vorstand kann sich zur weiteren Regelung seiner Angelegenheiten, selbst eine Geschäftsordnung geben.

13. Aufgabenkreis des Vorstandes

Dem Vorstand als Leitungsorgan im Sinne des Vereinsgesetzes obliegt die Leitung des Vereins. Ihm kommen alle Aufgaben zu, die nicht durch die Statuten einem anderen Vereinsorgan zugewiesen sind.

In seinen Wirkungsbereich fallen insbesondere folgende Angelegenheiten:
a) Erstellung des Jahresvoranschlages sowie Abfassung des Rechenschaftsberichtes und des Rechnungsabschlusses,
b) Vorbereitung und Einberufung der ordentlichen und außerordentlichen General-versammlungen,
c) Verwaltung des Vereines und des Vereinsvermögens,
d) Aufnahme, Ausschluss und Streichung von Vereinsmitgliedern,
e) Anstellung und Kündigung von Angestellten des Vereins, und
f) Ausverhandlung und Abschluss aller für den Verein relevanten Verträge einschließlich für den Verein wichtiger Versicherungsabschlüsse.

14. Besondere Obliegenheiten einzelner Vorstandsmitglieder

14.1. Der/die PräsidentIn vertritt den Verein nach außen.
14.2. Im Innenverhältnis gilt folgendes:
a) der/die PräsidentIn führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er/Sie führt den Vorsitz in der Generalversammlung und in den Vorstandssitzungen. Bei Gefahr im Verzug ist er/sie berechtigt, auch in Angelegenheiten, die in den Wirkungsbereich der Generalversammlung oder des Vorstands fallen, unter eigener Verantwortung selbstständig Anordnungen zu treffen; diese bedürfen jedoch der nachträglichen Genehmigung durch das zuständige Vereinsorgan.
b) Schriftliche Ausfertigungen des Vereins müssen vom/von der PräsidentenIn oder seinem/seiner StellvertreterIn und zusätzlich von einem weiteren Vorstandsmitglied unterfertigt werden. In Geldangelegenheiten müssen schriftliche Ausfertigungen des Vereins vom/von der PräsidentenIn oder seinem/seiner StellvertreterIn und zusätzlich vom/von der KassierIn gefertigt werden.
c) Rechtsgeschäftliche Bevollmächtigungen, den Verein nach außen zu vertreten bzw. für ihn zu handeln, können ausschließlich von den im vorigen Punkt genannten Vorstandsmitgliedern erteilt werden.
d) Der/die SchriftführerIn hat den/die PräsidentenIn bei der Führung der Vereinsgeschäfte zu unterstützen. Ihm/Ihr obliegt die Führung der Protokolle der Generalversammlungen und der Sitzungen des Vorstands.
e) Der/die KassierIn ist für die ordnungsgemäße Geldgebarung des Vereins verantwortlich.
f) Die Stellvertreter des/der Präsidenten/Präsidentin und des/der Schriftführers/Schriftführerin dürfen nur tätig werden, wenn der/die PräsidentIn oder der/die SchriftführerIn selbst verhindert sind; die Wirksamkeit von Vertretungshandlungen wird dadurch aber nicht berührt.

15. Die Rechnungsprüfer

15.1. Die beiden Rechnungsprüfer werden von der Generalversammlung für die Dauer der Funktionsperiode des Vorstandes gewählt. Ihre Wiederwahl ist zulässig.
Die Rechnungsprüfer dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Prüfung ist.
15.2. Den Rechnungsprüfern obliegt die laufende Geschäftskontrolle und die Prüfung der Finanzgebarung des Vereins im Hinblick auf die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung und die statutengemäße Verwendung der Mittel.
15.3. Rechtsgeschäfte zwischen den Rechnungsprüfern und dem Verein bedürfen der Genehmigung der Generalversammlung.
15.4. Im Übrigen gelten für die Rechnungsprüfer die Bestimmungen der Punkte 12.11. (Erlöschen der Funktionsdauer), 12.12. (Enthebung) und 12.13. (Rücktritt) sinngemäß.

16. Wissenschaftlicher Beirat

16.1. In den wissenschaftlichen Beirat können Persönlichkeiten aus Forschung, Lehre und medizinischer Praxis berufen werden, die durch ihre Mitwirkung in besonderem Maße in der Lage sind, die im Punkt 2. dieser Statuten festgelegten Ziele des Vereines zu fördern.
16.2. Die Berufung in den wissenschaftlichen Beirat erfolgt durch den Vorstand oder die Generalversammlung jeweils mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen.
16.3. Der wissenschaftliche Beirat unterstützt und berät den Vorstand und kann der Generalversammlung Empfehlungen aussprechen.

17. Arbeitskreise

Zur Bearbeitung bestimmter Sachthemen kann der Vorstand oder die Generalversammlung je mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen Arbeitskreise und deren Mitglieder bestimmen. Ein Mitglied des Vorstands muss in jedem Arbeitskreis vertreten sein. Jeder Arbeitskreis konstituiert sich selbst und kann sich eine Geschäftsordnung geben. Arbeitskreise können Nicht-Mitglieder des Vereins als Experten kooptieren.

18. Das Schiedsgericht

In allen aus dem Vereinsverhältnis entstehenden Streitigkeiten entscheidet das Schiedsgericht.
18.1. Das Schiedsgericht setzt sich aus drei ordentlichen Vereinsmitgliedern zusammen. Es wird derart gebildet, dass jeder Streitteil über Aufforderung durch den Vorstand diesem innerhalb von zwei Wochen ein ordentliches Mitglied als Schiedsrichter schriftlich namhaft macht. Die so namhaft gemachten Schiedsrichter wählen mit Stimmenmehrheit binnen weiterer zwei Wochen ein drittes ordentliches Vereinsmitglied zum Vorsitzenden des Schiedsgerichts. Bei Stimmengleichheit entscheidet unter den Vorgeschlagenen der/die PräsidentIn.
18.2. Die Mitglieder des Schiedsgerichtes dürfen keinem Organ – mit Ausnahme der Generalversammlung – angehören, dessen Tätigkeit Gegenstand der Streitigkeit ist.
18.3. Das Schiedsgericht muss vor seiner Entscheidung beiden Streitparteien ausreichend Gehör gewähren. Es fällt seine Entscheidung bei Anwesenheit aller seiner Mitglieder mit einfacher Stimmenmehrheit. Es entscheidet nach bestem Wissen und Gewissen. Seine Entscheidungen sind vereinsintern endgültig.

19. Die freiwillige Auflösung des Vereins

19.1. Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer zu diesem Zweck einberufenen außerordentlichen Generalversammlung und nur mit der im Punkt 10.7. der Statuten festgelegten Stimmenmehrheit beschlossen werden.
19.2. Diese Generalversammlung muss – wenn ein Vereinsvermögen vorhanden ist – auch über die Abwicklung beschließen. Sie muss einen/eine AbwicklerIn berufen und beschließen, an wen der/die AbwicklerIn das nach Abdeckung der Verbindlichkeiten verbleibende Vereinsvermögen zu übertragen hat.
19.3. Das verbleibende Vermögen muss der/die AbwicklerIn einer oder mehreren Organisationen, die gleiche oder ähnliche wie im Punkt 2. genannten Zwecke verfolgen, übertragen. Dabei sind die Bestimmungen der §§ 34 bis 47 BAO einzuhalten.
19.4. Es darf in keiner wie immer gearteten Form den Vereinsmitgliedern zugute kommen.

© 2008 EURAMA | European Ayurveda Medical Association, all rights reserved.